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StoryForge kennt drei Schreibmodi, die den Workflow deutlich verändern. Das Feld author_writing_mode gehört zum Autorenprofil (~/.storyforge/authors/{slug}/profile.md). Mögliche Werte für Belletristik: outliner, plantser, discovery. Der Standardwert in der Profilvorlage ist outliner.
Memoir-Autoren haben beim Anlegen ein eigenes Vokabular: Im Memoir-Pfad fragt /storyforge:create-author nach Structured, Accumulative oder Discovery. Beim Speichern normalisiert update_author das auf die Fiction-Begriffe: Structured wird zu outliner, Accumulative zu plantser, Discovery bleibt discovery. Im Profil und für jeden lesenden Skill, auch book-conceptualizer, steht danach outliner, plantser oder discovery. Ein Wert, der keiner der drei Memoir-Begriffe ist, wird unverändert gespeichert, und ein Profil, das du von Hand editierst, wird nicht normalisiert.
Gesetzt wird der Modus beim Anlegen mit /storyforge:create-author oder später mit /storyforge:configure. Fehlt das Feld in einem älteren Profil, fragt /storyforge:new-book einmalig nach und schreibt die Antwort ins Profil zurück.
Der Modus gilt standardmäßig für alle Bücher des Autors. Beim Anlegen eines Buchs fragt new-book, ob der Modus für dieses Buch abweichen soll. Eine Abweichung wird im Buch gespeichert (author_writing_mode im README-Frontmatter, erst nachdem du abweichst) und hat Vorrang vor dem Profil, allerdings nicht überall:
plot-architect liest den wirksamen Wert über get_book_full (Feld effective_author_writing_mode) und beachtet den Buch-Override. Auch new-book richtet seine Empfehlung am wirksamen Modus aus.chapter-writer, chapter-writer-memoir, book-conceptualizer und rolling-planner lesen author_writing_mode aus dem Autorenprofil und ignorieren den Buch-Override.Wenn du für ein Buch abweichst, ändere deshalb bei Bedarf auch das Profil oder rechne damit, dass chapter-writer und book-conceptualizer nach dem Profil entscheiden.
Der Schreibmodus ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Entscheidung über deine Arbeitsweise. Outliner werden mit einem Discovery-Workflow selten glücklich, und umgekehrt.
Der Modus bestimmt vor allem drei Dinge:
book-conceptualizer und new-book als Nächstes empfehlen (plot-architect oder rolling-planner). Bei Memoir-Büchern nennt book-conceptualizer für outliner und plantser plot-architect-memoir, new-book nennt in seiner Abschlussmeldung auch für Memoir weiterhin plot-architect.plot-architect arbeitetchapter-writer vor dem ersten Szenen-Plan den rolling-planner anbietetAlle Qualitätsprüfungen (Hook, Reviewer, Humanizer, Proofreader, Checker) laufen in jedem Modus gleich.
Profil: Du willst die komplette Struktur stehen haben, bevor die erste Szene entsteht.
Vorteile:
Nachteile:
Geeignet für:
plot-architect läuft hier mit dem vollen Workflow: Struktur, Beat-Map, Subplots, Foreshadowing-Tabelle, Abgleich der Figurenbögen, Kapitelplan, Story-Timeline und Tonal-Dokument. Eine Szenenliste erzeugt der Skill nur im Snowflake-Ablauf. Szenen plant später chapter-writer je Kapitel.
Profil: Du willst einen Kompass, keine Landkarte. Überraschungen sind willkommen, totale Abweichungen nicht.
Vorteile:
rolling-planner liefert Struktur in kleinen PortionenNachteile:
Geeignet für:
plot-architect arbeitet im Plantser-Modus auf ein Minimal Viable Outline (sechs Sätze) hin statt auf eine volle Beat-Sheet-Struktur. Die Schritte 4 bis 6 (Subplots, Foreshadowing-Tabelle, Abgleich der Figurenbögen) entfallen, außer du verlangst sie. Als Struktur schlägt der Skill Snowflake oder 3-Akt (minimal) vor. Wählst du 3-Akt, laufen Kapitelplan, Story-Timeline und Tonal-Dokument weiter. Wählst du Snowflake, ersetzt dessen eigener Ablauf die Schritte 3 bis 8 einschließlich Kapitelplan und Story-Timeline, nur das Tonal-Dokument wird am Ende ergänzt.
Profil: Du schreibst, um herauszufinden, was passiert. Planung nimmt dir die Neugier.
Vorteile:
Nachteile:
Geeignet für:
plot-architect bricht im Discovery-Modus ab und verweist auf den rolling-planner. Du kannst das ausdrücklich überstimmen, der Skill erzwingt es nicht.
| Aspekt | Outliner | Plantser | Discovery |
|---|---|---|---|
Empfohlener nächster Skill nach book-conceptualizer |
plot-architect |
plot-architect |
rolling-planner |
plot-architect |
voller Workflow | Minimal Viable Outline (6 Sätze), Schritte 4 bis 6 entfallen | wird übersprungen |
rolling-planner |
optional | 3 bis 5 Szenen Vorlauf | vor jeder Schreibsession |
chapter-writer ohne Szenen-Plan |
plant direkt | bietet rolling-planner an |
bietet rolling-planner an |
| Weltbau und Figuren | vorab | Kernelemente | entsteht beim Schreiben |
| Continuity-Check | zum Abschluss | regelmäßig | häufig, schon während des Schreibens |
create-author → new-book → book-conceptualizer → plot-architect →
character-creator → world-builder → [chapter-writer → chapter-reviewer →
chapter-humanizer → chapter-proofreader] (je Kapitel) →
manuscript-checker → export-engineer
create-author → new-book → book-conceptualizer → plot-architect (minimal) →
character-creator → [rolling-planner → chapter-writer → chapter-reviewer] (wiederholen) →
continuity-checker → manuscript-checker → export-engineer
create-author → new-book → book-conceptualizer →
character-creator (Kernfiguren) →
[rolling-planner → chapter-writer] (wiederholen) →
continuity-checker → manuscript-checker → export-engineer
Der chapter-humanizer und der chapter-proofreader gehören in allen drei Modi zum Standardweg nach dem Reviewer. Der voice-checker ist ein optionaler Gesamtcheck. Was als Nächstes dran ist, sagt dir jederzeit /storyforge:next-step.
Die Beispiele sind frei erfunden und zeigen nur den Ablauf.
Planung:
/storyforge:brainstorm
/storyforge:book-conceptualizer der-leuchtturmhueter
→ Prämisse, Thema, Zielgruppe
/storyforge:plot-architect der-leuchtturmhueter
→ 3-Akt-Struktur, 18 Kapitel, alle Clues durchgeplottet
/storyforge:character-creator der-leuchtturmhueter (je Figur)
/storyforge:world-builder der-leuchtturmhueter
→ Schauplätze, Travel Matrix
Schreiben: Jedes Kapitel folgt dem Plan. Der Chapter Writer lädt Plan, Vorkapitel, Canon-Fakten, Timeline und das Tonal Document (plot/tone.md) und schreibt szenenweise:
/storyforge:chapter-writer der-leuchtturmhueter 1
→ Szene 1 (~900 Wörter): du gibst Inline-Feedback, der Skill korrigiert
→ Szene 2, Szene 3 ...
→ Kapitel-Review durch dich
/storyforge:chapter-reviewer der-leuchtturmhueter 01-ankunft
→ Findings (zum Beispiel Adverb-Dichte, Filter Words), danach beheben
Revision:
/storyforge:manuscript-checker der-leuchtturmhueter --interactive
/storyforge:export-engineer der-leuchtturmhueter epub
Minimal-Setup:
/storyforge:book-conceptualizer lavendelfeld-noten
→ Prämisse und Kernspannung, mehr nicht
/storyforge:character-creator lavendelfeld-noten
→ nur die Kernfiguren
Schreiben als Entdecken:
/storyforge:rolling-planner lavendelfeld-noten
→ Szenen-Rezept für die nächste Szene (Ziel, Konflikt, Konsequenz)
/storyforge:chapter-writer lavendelfeld-noten 1
→ Beim Schreiben entsteht eine Nebenfigur.
→ Du schreibst: "Regel: Das Kind muss in Kapitel 3 wiederkommen."
→ Der PreCompact-Hook übernimmt die Regel in die Buchregeln, sobald der
Kontext komprimiert wird (nicht schon beim Tippen).
/storyforge:rolling-planner lavendelfeld-noten
→ Liest Buchdaten, Autorenprofil und die Zusammenfassungen der
bisherigen Kapitel und plant daraus die nächste Szene.
Der rolling-planner lädt keine Buchregeln und keine Callbacks. Die neue Regel greift erst, wenn chapter-writer das Kapitel schreibt: Sie steht dann im Briefing des Chapter Writers unter den Regeln, die er einhalten muss.
Nach einigen Kapiteln:
/storyforge:continuity-checker lavendelfeld-noten
→ rekonstruiert Timeline und Travel Matrix aus dem geschriebenen Text
Der Hook übernimmt nur einzeilige Nachrichten mit einem der Präfixe Regel:, Rule:, Workflow: oder Callback: (Groß- und Kleinschreibung egal, der Text darf höchstens 300 Zeichen lang sein), und er läuft nur, wenn der Kontext komprimiert wird. Alles andere bleibt flüchtig.
/storyforge:plot-architect schwarzlot
→ Plantser-Variante: Minimal Viable Outline, sechs Sätze, die den Bogen
grob tragen (zum Beispiel Anfang, Auftrag, Mitte, Krise, Höhepunkt,
Auflösung; die Beschriftung ist nur eine Illustration)
/storyforge:rolling-planner schwarzlot
→ 3 bis 5 Szenen Richtung nächstem Beat, danach neue Rolling-Session
Das gibt dir einen Plot-Kompass ohne Detail-Fesseln.
Das ist möglich, aber nicht empfohlen. Wechselst du von Discovery zu Outliner, musst du den vorhandenen Text rückwärts erfassen. Der Continuity-Checker hilft dabei:
/storyforge:continuity-checker mein-buch
→ rekonstruiert Timeline, Travel Matrix und Canon aus den Kapiteln
/storyforge:plot-architect mein-buch
→ liest README, plot/outline.md und characters/ und plant daraus
Die vorhandenen Kapitel liest plot-architect nicht. Übertrage deshalb, was der Continuity-Checker gefunden hat, vorher in die Outline.
Umgekehrt (Outliner zu Discovery) ist einfacher: Du lässt den Plan liegen und nutzt den Rolling Planner. Den Modus änderst du in /storyforge:configure (Profil). Für ein einzelnes Buch gibt es den Override im Buch, der aber nur plot-architect und die Empfehlung von new-book steuert.
chapter-writer kennt zwei Modi: Mode A (szenenweise, empfohlen) und Mode B (ganzes Kapitel auf einmal). Im Mode A gelten drei Regeln, die die Qualität über Session-Grenzen hinweg sichern.
Vor der ersten Szene erstellt chapter-writer einen Szenen-Plan für das ganze Kapitel (Richtwert rund 900 Wörter je Szene). Sobald du ihn bestätigst, speichert der Skill ihn unter ## Scene Plan in der README.md des Kapitels. Bei einer neuen Session lädt er den gespeicherten Plan, statt ihn neu abzuleiten. Bereits geschriebene Szenen sind als Written ✓ markiert und gesperrt.
Nach zwei freigegebenen Szenen weist chapter-writer aktiv darauf hin, eine neue Session zu starten. Der Grund: Korrekturschleifen verbrauchen schnell Kontext, und Prosa, die nach einem Kontextverlust entsteht, wird schlechter. Das Limit ist eine Qualitätsregel, keine technische Grenze. Beim nächsten Start läuft einfach /storyforge:chapter-writer {book-slug} {chapter-number} erneut, der gespeicherte Plan wird geladen.
Steht im Autorenprofil plantser oder discovery und gibt es für das Kapitel noch keinen Szenen-Plan, fragt chapter-writer zu Beginn:
/storyforge:rolling-planner {book_slug} {chapter_slug} aus. chapter-writer bricht an dieser Stelle ab und wird danach erneut gestartet.Bei outliner oder fehlendem Modus geht es ohne Rückfrage weiter.
continuity-checker laufen.continuity-checker regelmäßig laufen, nicht erst am Ende./storyforge:book-dashboard.plot/tone.md an.Wenn du noch nie ein Buch fertig geschrieben hast:
Wenn du nicht weiterkommst, hilft
/storyforge:unblock. Der Skill diagnostiziert die Ursache einer Schreibblockade (Angst, Perfektionismus, Aufschieben oder Ablenkung) und gibt gezielte Schritte anhand deines Buchs.